INTERNATIONALER TAG DES WOHNZIMMERS

Zentrum des Kleinbürgers im Biedermeier, Rückzugsort der Familie, Repräsentativer Empfangsort – das Wohnzimmer ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Zeit, ihm einen eigenen Tag zu widmen, sagt die Expertin für entspanntes Wohnen, Pia Jesionowski, in einem Gespräch im „Wohnzimmer am Campus“ bei Kaffee und Orange. Was darin vor sich geht, lest ihr hier:

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(c) Lisa-Marie Schaefer

Frau Jesionowski, Sie besitzen also auch ein eigenes Wohnzimmer?

Nicht nur eins! Im Grunde genommen sehe ich im Wohnzimmer eher eine Art Lebensgefühl. Das Wohnzimmer eines Freundes oder einer Freundin kann daher ebenso die nötigen Komponenten liefern wie ein gemütlicher Sitz in der Bahn oder eine Picknickdecke am Strand. Aber selbstverständlich besitze auch ich in meiner Wohnung ein Wohnzimmer. Man betritt es gleich, wenn man in die Wohnung kommt; so steht dem entspannten Wohnen nichts mehr im Weg.

Was macht ein Wohnzimmer aus?

Ein wirklich gutes Wohnzimmer sollte – um ans Motto eines schwedischen Möbelhauses anzuschließen – ein Lebenszimmer sein. Es ist das Zentrum des Wohnens und Lebens. Es ist ein Ort, um sich zu sammeln oder zu versammeln. Es ist ein offener Raum für Gäste, aber auch ein Platz, der der Entspannung dient. Es wird gefüllt mit Gegenständen, die Geschichten erzählen und ist ein Ort der Kommunikation.

Was ist das „Wohnzimmer am Campus“?

Das „Wohnzimmer am Campus“ versucht genau diese Qualitäten für Studierende der TU zugänglich zu machen. So groß der Campus auch ist, es gibt nur wenige Rückzugsräume. Diese Lücke versuchen wir zu schließen. Mit einer gemütlichen Atmosphäre, Kaffee und Tee versuchen wir die Studierenden in einen Raum einzuladen, der immer darauf wartet, weitergestaltet zu werden.

Inwiefern unterscheidet sich das „Wohnzimmer am Campus“ von anderen Wohnzimmern?

Während die meisten Wohnzimmer exklusive Räume sind, die den Bewohner_innen und ihren Freund_innen und Bekannten vorbehalten sind, können am „Wohnzimmer am Campus“ alle partizipieren. Dadurch gewinnt der Raum eine ganz eigene Dynamik. Wohnzimmer, wie sie aus dem Alltag bekannt sind, zeigen oft das Gesicht und die Geschichte der Bewohner_innen. Im „Wohnzimmer am Campus“ kann man in Zukunft hoffentlich die Gesichter und Geschichten aller Studierenden der TU erkennen!

Warum feiern Sie den „Internationalen Tag des Wohnzimmers“?

Es ist kein Zufall, dass dieser Feiertag im Dezember liegt. Im Winter verlagert sich das Leben nach drinnen und das Wohnzimmer bietet alles, um die kalte Zeit zu überstehen: Spiele, Bücher, weiche Sessel, warme Getränke und nette Menschen.

Sie richten die Feierlichkeiten zum ersten Mal aus. Was sind Ihre Erwartungen?

Ich hoffe natürlich auf viele Besucher_innen! Wir haben uns ein Einachtliches Programm ausgedacht, das hoffentlich allen gefallen wird. Um 15 Uhr können Einachtsmänner gebastelt werden, um 16 Uhr gibt es eine GeschenkewürfelEi und um 17 Uhr eine Einachtliche Geschichte. Dazu Punsch und andere Eiereien. Und vielleicht schaut ja der/die eine oder andere in Zukunft öfter vorbei.

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